KfW-Förderung nun praxisnäher

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat zum 1. April 2009 ihr Förderprogramm den Bedürfnissen der wohnungswirtschaftlichen Realität angenähert. Bisher konnten zum Beispiel für die energetische Sanierung von Gebäuden nur ganze Maßnahmenpakete mit einem Investitionsvolumen von mehreren zehntausend Euro gefördert werden. Nun sind auch Einzelmaßnahmen, wie die Erneuerung der Fenster, förderfähig. Der Vorteil ist, dass einzelne Teile des Gebäudes nach und nach saniert werden können. Neu ist zudem die Förderung des Erwerbs bereits energetisch sanierter Gebäude.

 

Im Rahmend der Variante „Altersgerechtes Umbauen“ des Programms „Wohnraum modernisieren“ fördert die KfW nun auch Maßnahmen, die zu einer Barrierereduzierung in der Wohnung oder im Wohnumfeld führen. Pro Wohneinheit kann ein maximaler Kreditbetrag von 50.000 Euro für altersgerechte Umbaumaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Eine Zuschussvariante, die für ältere Menschen meist die attraktivere Variante wäre, gibt es noch nicht.

 

W a s   g e f ö r d e r t  w i r d:

 

 

1. Barrierereduzierender oder -freier Umbau von Wohnungen und Wohngebäuden/Schaffung von Bewegungsflächen

 

 

Gebäudezugang, z. B.:

 

Überbrückung vorhandener Stufen zur Eingangstür

beidseitige Handläufe

technische Vorrichtungen zum Gebäudezutritt (z. B. Gegensprechanlagen, Türantriebe und deren Bedienelemente)

 

 

Wohnungszugang, z B:

 

Einbau von Aufzügen, bei Bedarf in Verbindung mit zusätzlichen Maßnahmen zum Erreichen von Wohnungen in Obergeschossen

Herstellung ausreichend breiter Türöffnungen zum Wohnungszugang

 

 

Maßnahmen im Inneren der Wohnung, z B.:

 

  • Anpassungen des Wohnungsgrundrisses
  • Verbreiterung der Innentüröffnungen
  • Überbrückung bzw. Abbau von Schwellen
  • Umbau von Sanitärräumen
  • Haustechnik (z. B. Schalter, Anschlüsse, Bedienungseinrichtungen)

 

2. Barrierereduzierende oder -freie Anpassung des Wohnumfeldes sowie Schaffung von Gruppenräumen

 

 

Verbesserung des Wohnumfeldes, z. B.:

 

Herstellung von barrierereduzierten oder -freien Wegen und Plätzen, Wetterschutz, Ablagemöglichkeiten im Eingangsbereich, barrierereduzierte oder -frei erreichbare Entsorgungseinrichtungen

Einrichtung von Stellplätzen

Einrichtung von Gruppenräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen als Teil des Wohngebäudes im Gebäudeinneren bei Mehrfamilienhäusern (3 oder mehr Wohneinheiten)

 

Zudem werden Maßnahmen zur Wohnflächenerweiterung bzw. Wohnungsteilung gefördert, insbesondere dann, wenn der neu geschaffene Wohnraum dem generationsübergreifenden Wohnen dienen soll.

 

 

Web-Tipp:

Weitere Informationen, u. a. zu den Förderkonditionen, unter www.kfw-foerderbank.de in der Rubrik „Bauen, Wohnen, Energie sparen“.

 

 

D i e  K f W – P r o g r a m m e  f ü r  p r i v a t e  B a u h e r r e n  i n  d e r  Ü b e r s i c h t :

 

 

Förderprogramm

Zielgruppe

 

Energieeffizient bauen

Personen, die ein KfW-Effizienzhaus oder ein Passivhaus bauen oder erwerben möchten

 

Energieeffizient sanieren

Personen, die ihren Altbau so sanieren, dass für das Heizen nur noch wenig Energie benötigt wird. Gefördert werden auch einzelne Maßnahmen (Heizung, Dämmung, Lüftung, Fenster), die den Energieverbrauch senken. Wer hierfür keinen Kredit benötigt, kann einen Zuschuss beantragen.

 

KfW-Wohneigentums-programm

Personen, die ein Haus oder eine Wohnung bauen oder kaufen wollen und selbst darin wohnen möchten

 

Wohnraum modernisieren

Personen, die Haus oder Wohnung sanieren oder modernisieren möchten, sowie Personen, die ihre Wohnung und das Wohnumfeld altersgerecht gestalten möchten

 

KfW-Programm „erneuerbare Energien“

Personen, die mit Kraft der Sonne, mit Biomasse oder Tiefengeothermie Energie erzeugen möchten

 

 

Quelle: Quelle:  http://www2.haus-und-grund.com/

www.kfw-foerderbank.de

 

 

Alexander Wiech